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Unsere große Reise 01.-10.08.25 Letzte Kilometer durch Frankreich und Ankunft in Spanien.

  • Autorenbild: Stephie
    Stephie
  • 20. Aug. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Okt. 2025


Wieder unterwegs nach der langen Pause in Bordeaux ab zurück zum Meer. Wegen den Schließzeiten der Campingplätze und dem immer größer werdenden Platzmangel fühlen wir uns ein wenig gestresst. Deshalb sind wir diese Woche meist nur 30 bis 40 km gefahren um nicht allzu spät anzukommen. Nur die Erste Tour hatte fast 58 km weil wir erst am Meer ankommen wollten und die Strecke durch Bordeaux schon sehr lang war. Am ersten Tag hat es irgendwann angefangen etwas zu regnen und wir mussten große Mülltüten als Regenschutz für die neuen Luftmatratzen besorgen.










Aber seit dem regnet es wieder gar nicht mehr. Auch ist Bernhard direkt wieder eins der neuen Reduziergummis seiner Tasche verlorengegangen. Zum Glück hatte er in dem Outdoor-Laden direkt zwei bekommen. Das ist zwar auch noch mal abgefallen aber in dem Fall haben wider es wiedergefunden. Jetzt wird das jeden Tag vor´m losfahren doppelt kontrolliert ob alle da sind 😁


Diese Woche ging es meist durch Pinienwälder und neben größeren Straßen entlang. Traumhaft schön, viel Schatten manchmal ordentlich Rückenwind aber immer auch viel rauf und runter mit so manchen steilen Anstieg und an den Straßen heißem Asphalt. Ich werde tatsächlich immer fitter was das rauf und runter angeht und habe am letzten Tag sogar zwei jüngere Radlerinnen mit City-Bikes die ohne Gepäck gefahren sind bergauf überholt 🤪

Hier ging´s echt ordentlich bergauf. Bin nicht den kompletten Anstieg gefahren.
Bernhard ist das komplett gefahren 🦸🏻
Bernhard ist das komplett gefahren 🦸🏻












Auch macht uns die Hitze und Sonne beim fahren nicht mehr so viel aus und die Sonnenbrand-Gefahr sinkt immer mehr 😁

Der Vélodyssée ist hier an der südlichsten, und meistgefahrenen Strecke immer besser ausgebaut aber auch immer voller. Leider sehr viele Touristen mit zum Teil extremen E-Bikes die sie nicht immer so 100%ig im Griff haben. Die Campingplätze werden zwar immer teurer aber die meisten sind hier auch echt in Ordnung.

An einem Teil der Strecke mussten wir zwischen zwei größen Seen wieder ein Stück weg vom Meer fahren. Aber die Fahrradwege, die Landschaften und die Seen sind toll.



An einem Tag, zwischen Gujan Mestras und Biscarrosse Plage haben wir mit eigenen Augen sehen können was die verheerenden Sommerwaldbrände anrichten. Kilometerweit nur schwarze Baumstämme die in den Himmel ragen und dazwischen verbrannte Erde mit der ersten zurückgekehrten Vegetation (hier hat es 2022 gebrannt). Zwischen diesem Brachland und den hier sehr hohen Dünen alles neu, Straßen, Campingplätze, Fahrradwege. Das war schon sehr beängstigend und traurig. Aber hier wird kräftig aufgeforstet und die Chance zum Neubau und für Brandschutzschneisen genutzt.



In den letzten Wochen habe ich immer wieder den Café - Gourmand im Restaurant (wenn wir essen gegangen sind) als Nachtisch gegessen. Das war ganz lustig weil es hierbei immer um einen Espresso und Miniportionen verschiedener Desserts geht und diese in jedem Restaurant natürlich unterschiedlich sind. Auch haben wir öfter mal den Abend mit dem ein oder anderen Glas Ricard ausklingen lassen. Auch hierbei gibt es enorme Unterschiede im Preis und der der Menge des Ricard, der Eiswürfel, des Wassers und dessen Behälter und der größe der Gläser. Für die die das nicht kennen: Ricard ist ein in Frankreich beliebter Anis-Schnaps der traditionellerweise in hohen schlanken Gläsern mit viel Eis serviert wird. Dazu bekommt man traditionell einen Tonkrug mit eiskaltem Leitungswasser. Die mit 2-4 cl Ricard und Eis bestückten Gläser füllt man sich dann, je nach Geschmack mit dem Wasser auf und verdünnt diese Mischung immer wieder so dass der Anisgeschmack immer feiner wird.


Auch das Meer ist hier ganz anders. So wie hier habe ich mir den Atlantik vorgestellt. Bei Ebbe zieht sich das Meer nicht so weit zurück, der Untergrund ist meist sandig und die Wellen sind viel höher. Deshalb, und weil uns der Campingplatz Municipal du Cap de L´Homy so gut gefallen hat haben wir hier noch mal einen Restday gemacht. An dem Tag hatten wir zum ersten mal richtig Spaß im Meer. Wie kleine Kinder haben wir in den Wellen rumgealbert, sind in die Wellen gesprungen und haben viel gelacht und Salzwasser geschluckt 😁 Und danach gemütlich unterm Tarp am Strand auf unseren Stühlen den Schatten genossen, kalten Kaffee aus Dosen getrunken und Mini-Madeleines (wir hatten alles mitgenommen zum Strand).

Der Sand hier ist übrigens mit schwarzem Staub durchzogen. Wie uns ein Einheimischer erklärte kommt das von den in den Dünen verrottenden Pinien die auf diese Weise zu sehr weicher Holzkohle und dann durch die Erosion zu dem feinen Staub zermahlen werden.

Leider sind die Wellen auf dem Video lange nicht so toll und hoch wie an dem Tag als wir schwimmen waren.

An einem Campingplatz waren wir allerdings so nah am Meer dass ich schon um 4 Uhr Nachts von dem ohrenbetäubendem Krach der Wellen wach geworden bin. Das ist echt lauter wie jede Autobahn in NRW. Deshalb haben wir dann am nächsten Campingplatz nochmals einen Restday zur Erholung gemacht. Das war auch eine super Entscheidung denn dieser Municipal-Platz hatt eine große Campingwiese extra für Fahrradfahrer und somit in jedem Fall genug Platz zu einem echt extrem günstigen Preis (nur 18 € pro Nacht für uns beide). Auch gab es hier extra einen Kühlschrank, eine Mikrowelle und Stromanschluss für die Wiesencamper. Leider bestand hier der untergrund im Meer aus sehr feinen Kieseln was das Toben in den Wellen nicht sehr attraktiv gemacht hat.

Wir haben dann die nächsten Strecken geplant und uns entschieden als nächstes bis Biarritz zu fahren, dort am gleichen Tag noch in den Zug nach Hendaye (Frankreich) zu steigen und von dort wieder weiter mit den Rädern zum nächsten SIXT und zum Campingplatz in Hondarribia (Spanien) zu radeln. Am Montag drauf wollen wir dann 1 Woche mit nem Leihwagen von Hondarribia bis Porto an der Spanischen Küste entlang fahren. Bernhard bringt dann das Auto zur Abgabestation in Santiago de Compostella und kommt mit dem Zug wieder nach Porto. Dort werden wir dann wieder eine Woche bleiben.



Jetzt am 10.08.2025 sind wir in Spanien und freuen uns auf unsere Weiterfahrt morgen mit dem Auto. Die Fahrt nach Biarritz, die Zugfahrt und die Fahrt zum Campingplatz war zwar heiß aber hat super geklappt.

Am Bahnhof in Biarritz haben wir wegen einer ungenügenden Auskunft der Ticketverkäuferin erst gedacht wir würden keine Reservierung für unsere Fahrräder bekommen. Aber nachdem ich dann selber nochmal online geschaut habe hat dann doch alles geklappt. Das Auto haben wir auch schon für morgen reserviert und hier in Hondarribia ist das Netz so super dass ich unseren Blog schreiben kann während Bernhard eine kleine Tour auf den Berg gemacht hat. Wir haben uns zusammen auch die Altstadt angeschaut und waren nen Kaffeetrinken mit einem tollen Blick auf´s Meer. Hondarribia ist in jedem Fall einen Besuch wert.


Insgesamt sind wir nun 71 Tage (45 Tourtage + 26 Restdays) unterwegs und haben mit den Rädern 1655 km geschafft. Das sind rund 36,8 km täglich (von 8,3 km am 29.06. bis 60 km am 17.07.). Plus die Zugstrecken (580 km) also insgesamt 2235 km.


Wir haben auch unterwegs ein paar total nette Menschen aus Deutschland, Spanien, Frankreich und England kennengelernt die uns den ein oder anderen guten Tip für Spanien und Portugal gegeben haben und wirklich tolle Geschichten von ihren Reisen erzählen konnten. Auch Telefonnummern haben wir ausgetauscht um im Kontakt zu bleiben oder sich sogar auf unserer Reise nochmals zu treffen.


Frosch und Teddy freuen sich nun auf die Reise mit dem Auto und auf Spanien.


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