Unsere große Reise. 11.08-17.08.25 1072 km mit dem Auto an der Nordküste Spaniens entlang.
- Stephie

- 17. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Da wir das Auto erst nach 15 Uhr holen können packen wir in Ruhe und gehen erst mal Frühstücken. Leider hat man uns dann nicht das gewünschte Auto reserviert und wir mussten ein wenig verhandeln um ein passendes Auto zu den gleichen Konditionen zu bekommen. Es wurde dann ein Min-Van. Da konnten wir unsere Räder dann auch bequem reinstellen.


Da wir nicht so weit fahren wollten sind wir nur die Landstraße an der Küste entlang gefahren. Die Aussicht ist echt toll aber die Straßen mit dem Van nicht immer so einfach.
In Zumia wollten wir uns unbedingt die Bucht (Playa de Zumaia / Itzurun) anschauen da sie wegen Ihrer Felsformationen (Flysch-Klippen) und den Höhlen berühmt ist. Auch ist die Bucht bekannt als Drehort für die Insel „Drachenstein“ der Serie „Games of Thrones“. Wir sind zu einem großen Parkplatz gefahren, haben die Räder ausgeladen und sind zu der Bucht. Erst sind wir (zum Glück) falsch abgebogen und so oberhalb der Bucht gelandet. Die Aussicht ist unfassbar. Der Strand selber ist sehr feucht da das Wasser bei Flut fast den ganzen Strand überspült. An den Felsen hier kann man sehr gut Ihre Entstehung sehe. Und in die Höhlen kann man bei Ebbe reingehen. Bei der grüßten muss man allerdings hüfttief durchs Wasser. Das ist total faszinierend. In den Höhlen kann man sehen wie das Wasser den Stein abrundet und durch die beeindruckenden Farben kann man die verschiedenen Gesteinsschichten gut auseinander halten.
Die Flysch-Klippen sind etwas besonderes denn sie sind rund 66 Millionen Jahre alt und jede Schicht zeigt ein geologisches Zeitalter und so kann man an den Klippen die genaue Entstehung ablesen. Die unterschiedlichen Farben entstanden durch unterschiedliche Materialien und Einschlüsse.
Um ein bisschen schneller voran zu kommen sind wir teils Landstraße, teils Autobahn gefahren. Abends mussten wir dann einen Platz weiter fahren weil der erste schon belegt war. Wir wollten uns auch die „Las Catedrales“ in der Nähe von A Rochela anschauen aber leider brauchte man dafür ein Ticket und alle Zeitfenster bei Ebbe waren schon ausgebucht. Die Tickets werden unter anderem verkauft damit der Strand nicht zu überfüllt ist und zum anderen weil es sehr gefährlich ist dort zu sein wenn die Flut kommt. Aber wir haben noch am „Playa da Frouxera ou da Valdovino“ halt gemacht. Ein riesiger, breiter Strand mit einer eingeschlossenen kleinen Bucht in der man wunderbar schwimmen kann. Ich war nur mit den Füßen drin und habe einen Schwarm Fische im seichten Wasser beobachtet. Das Wetter war sehr wechselhaft aber wir hatten tatsächlich nur während der Fahrten ab und zu etwas Regen.
Was uns in Spanien sofort aufgefallen ist, ist die Sauberkeit. Die sanitären Anlagen konnten noch so alt sein, sie waren immer super sauber. Das hatten wir schon wesentlich anders erlebt. Aber hier wird einem auch klar auf welch hohem Niveau wir Deutschen uns über alles beschweren. Die Armut und der Kontrast z.B. zwischen dem Bungalow auf der einen Straßenseite und dem völlig zerfallenen Haus auf der Anderen macht einen sehr nachdenklich. Wir haben auch mittlerweile auf unserer Reise viele Menschen getroffen die ihr Leben lang schwer gearbeitet haben, zum Teil auch im Ausland, mehrere Sprachen sprechen und hoch intelligent sind. Und trotzdem sind sie in ihrer Heimat total mittellos. Da läuft so einiges verkehrt.
Coruna, Santiago de Compostella. und Vigo:
Coruna hat uns sehr gut gefallen. Tolle Plätze, Gassen und Kathedralen. Es war gerade eine kleine Comicmesse in der Stadt und ein kleiner Handwerksmarkt. Auch ist uns hier wieder dieses riesige Kreuzfahrtschiff aufgefallen. Da fallen 2000-10000 Menschen täglich in die Städte ein. Manche dieser Orte haben nicht mal so viel Einwohner. Nur in Bordeaux sind uns diese Monstrositäten auch aufgefallen.
Wir sind dann über die Messe, den Handwerksmarkt und durch die Straßen gebummelt, haben Kaffee getrunken und Eis gegessen und die Sonne genossen.
und Abends auf dem tollen Campingplatz „Manzanos“ haben wir dann sehr lecker gegessen.
Auf dem Platz konnte man es sich auch zum Spielen bequem machen.
Santiago dagegen war eher enttäuschend. Zu viele Touristen die den Jakobsweg ganz sicher nicht gelaufen sind und leider war an dem Freitag auch noch Feiertag. An der Stadt selber ist sonst nichts besonderes. Also sind wir weiter bis wir dann kurz vor der Grenze noch einen Campingplatz gefunden haben der noch ein Plätzchen frei hatte. Auf der gesamten Strecke durch Spanien und auch in Portugal sind uns riesige Graffiti an den Häuserwänden aufgefallen. Leider haben wir nur sehr wenige davon fotografieren können.
Im Nachhinein ging die Zeit in Spanien viel zu schnell vorbei und wir haben auch viel zu wenig von der tollen Küste und den Menschen dort mitbekommen. Aber mit dem Fahrrad wäre die Fahrt nicht möglich gewesen.
Am 17.08. sind wir dann über die Grenze nach Portugal gefahren und gut in Porto angekommen. Insgesamt haben wir jetzt 3307km zurückgelegt, 1655km mit dem Fahrrad, 580km Zug und 1072km mit dem Auto.





















































































































































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