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Die Tour zur Ile de Re in Bildern:

Riesige Sonnenblumenfelder überall.

Und auf den Friedhöfen sehr alte und neue Gräber neben- und Übereinander. Hier gibt es viele Familiengräber und es werden dann einfach kleinere Grabsteine zum Teil mit Fotos auf die Gräber gestellt. Und was ich besonders schön finde sind die Blumen aus Keramik. Die können nicht verblühen und brauchen auch bei der Hitze nicht ständig Wasser.


Viele der Campingplätze am Atlantik sind riesige Dörfer mit Pool und Wasserrutschen und Kinderbespaßung aber es gibt auch ein paar kleinere. Man muss sie nur finden. Manchmal bleibt einem aber auch keine Wahl weil die Plätze so unterschiedlich verteilt sind. Manchmal fährt man an einem nach dem nächsten vorbei und manchmal liegen die Plätze 40 km auseinander weil dazwischen viel Naturschutzgebiete und Moor- bzw. Marschland liegt.

Der bisher extremste Platz war ein 5 Sterne Platz der Sandaya-Gruppe. 62 € für eine Nacht und der kostenfreie Wellnessbereich hatt 1 Stunde nach unserer Ankunft geschlossen. Mit eigenem Supermarkt, Basar und Bespaßungstempel für die Kinder und die Erwachsenen. Aber die Sanitären Anlagen waren auch nicht besser als auf den meisten anderen Plätzen. Hier gab´s sogar Security an der Einfahrt. Ich musste erst alleine zum Empfang fahren und buchen weil wir ohne Buchung nicht zusammen reinfahren durften 🥴🤣


Nach unserem Besuch auf der Ile de Re sind wir in La Rochelle ein kurzes Stück in die falsche Richtung gefahren 🤪 Also zurück über den Yachthafen und dann raus aus der Stadt. Am Abend auf dem Campingplatz sind wir erst mal in den Pool und dann duschen. Später haben wir noch bei Lifemusik und Pastis den Abend ausklingen lassen.

Die Strecken wurden wieder sehr wechselhaft, viel Buckelpiste und kein Schatten. Allerdings haben wir trotzdem am 17. die 60 km geknackt 😎 obwohl es viel Bergauf und -ab ging und auch hier die Wege zum größten Teil echt miserabel waren. Wir sind allerdings diesmal ohne Frühstück sehr früh unterwegs gewesen und haben stattdessen eine längere Mittagspause gemacht.


Viele kleine süße Städtchen aber auch überfüllte Strände, Waldgebiete und Marschland, Sonnenblumen soweit das Auge reicht und leider viele verdorrte Wiesen (es regnet einfach nicht).

Eine super Entdeckung haben wir durch eine Abkürzung gemacht. Hinter Rochfort gibt es die einzige noch benutzbare Schwebefähre Frankreichs. Die Fähre ist tasächlich schon im Juli 1900 fertiggestellt. Früher konnte man damit entweder mit der Kutsche übergesetzt werden oder über eine steile Treppe oben rüberlaufen. Eine tolle Konstruktion und in jedem Fall ein Besuch wert.



Interessanterweise haben wir auf der Insel nicht ein Foto von Teddy und Frosch gemacht. Aber hier kommen wieder welche.


 
 
 

Unsere Fotos der Brücke werden den Ausmaßen nicht gerecht. Luftaufnahmen findet ihr wenn ihr „Brücke nach Ile de Re“ auf Google sucht.
Unsere Fotos der Brücke werden den Ausmaßen nicht gerecht. Luftaufnahmen findet ihr wenn ihr „Brücke nach Ile de Re“ auf Google sucht.

Die 10 Tage bis zum 17.07. waren für mich bisher die schlimmsten Touren. Die Strecken waren sehr anstrengend und nicht wirklich schön. und wenn sie schön waren konnte man das nicht genießen da man sich zu sehr auf´s fahren konzentrieren musste. Bei den Campingplätzen war der Unterschied riesig. Wir waren auf einem sehr schönen Platz der uns (mit kleinen Abstrichen) sehr gut gefallen hat und auf unserem bisher schlimmsten Platz. Auch beim Essen war diese Woche sehr gemischt und das Wetter zum Teil echt anstrengend.


Aber eins nach dem Anderen.


Die Strecken bis Royan waren alle mehr oder weniger anstrengend. Entweder Buckelpiste (wobei es dabei egal ist ob Schotter-, Waldweg oder normale Straße) oder es geht immer rauf und runter (keine langen Anstiege aber dafür umso steiler) und beim runterfahren muss man ständig bremsen (wegen Schotter, Buckelpisten, hohen Bürgersteigen oder engen Kurven am Schluss) oder es geht neben den großen „Bundesstraßen“ entlang (dunkler Asphalt, Abgase und Lärm) ODER eine Kombination davon. Zu einem großen Teil auch noch ohne Schatten und ohne ein Lüftchen, also stickig. Zwischendurch gab es allerdings auch schöne Abschnitte und den ein oder anderen netten Platz zum ausruhen haben wir auch gefunden.


Zugegeben die Fahrt zur Ile de Re war ganz gut, weil nicht so heiß und viel Bergab aber dafür mit Gegenwind. Der Gegenwind brachte aber zum Glück eine frische Briese.


Brücke von La Rochelle zur Ile de Re
Brücke von La Rochelle zur Ile de Re

Das schlimmste für mich aber waren zwei Brücken über die wir rüber mussten.

Bei der „Meerbrücke“ zur Ile de Re hatte ich mich im Vorfeld gefreut weil ich die Vorstellung toll fand über´s Meer zu fahren. Die Brücke ist 3 km lang und an ihrer höchsten Stelle 42 m hoch! 😳 Ich habe seit ein paar Jahren mit Höhenangst zu kämpfen (das kannte ich früher nicht). Mir wird tatsächlich etwas schwindelig und das sorgt dann für die Angst runter zu fallen. Eigentlich dachte ich das wäre nicht so wild aber bei der ersten Fahrt über die Ile de Re - Brücke hat mein Körper total panisch reagiert. Meine Muskeln verkrampften, ich konnte gar nix mehr denken sondern habe nur noch funktioniert und als wir dann endlich auf der anderen Seite waren bin ich vor lauter gelöster Anspannung in Tränen ausgebrochen.

Ich muss dazu sagen dass das

Geländer an dem man entlang fährt nicht sehr hoch, der Fahrradweg gerade breit genug für unsere Fahrräder und die Gegenspur auf derselben Seite ist.

Die entgegenkommenden Fahrradfahrer rasen also wenn man rauf fährt mit einem Affentempo an einem vorbei. Wobei einige nicht so dolle Fahrer sind und/oder die Breite ihrer eigenen Räder nicht richtig abschätzen können. Ich habe die ganze Zeit stur auf den Weg und möglichst nicht runter geschaut und bin jedes mal zusammengezuckt wenn ich aus Platzmangel noch weiter an das Geländer fahren musste. Am nächsten Tag sind wir dann ohne Gepäck nach La Rochelle gefahren. Diesmal auf der Innenseite zur Straße hin. Das war nicht ganz so schlimm für mich, aber genießen konnte ich die Aussicht trotzdem nicht. Und Abends zurück war´s wieder nur furchtbar. Wir wollten dann bei der nächsten Weiterfahrt die Fähre nehmen aber das hat nicht geklappt und Bernhard hat dann vorgeschlagen den Fußgängerweg auf der anderen Seite der Brücke zu nehmen und die Räder die 3 km zu schieben. Da nur sehr Wenige über die Brücke laufen war die Seite fast leer und ich hatte genug Platz um auch mal stehen zu bleiben und den Blick übers Meer zu riskieren. Atemberaubend 🤩

Aber auch wenn ich natürlich froh bin das geschafft zu haben möchte ich nie wieder in meinem Leben so etwas erleben.


Leider ging’s tatsächlich noch schlimmer 😩


Auf der Tour am letzten Tag dieser Woche mussten wir nochmals eine ganz üble Brücke überqueren ansonsten hätten wir einen Umweg von mindestens 10 km machen müssen.


Da wir aber sowieso in jedem Fall eine längere Strecke vor uns hatten musste ich also

über die Brücke. Diese war zwar nicht ganz so hoch und lang wie die „Ile de Re-Brücke“ aber dafür echt gefährlich mit unserem Gepäck. Da diese zu einer Schnellstraße gehört fahren die Autos und LKWs hier mit sehr hoher Geschwindigkeit.



Neben der Fahrbahn waren kleine Erhebungen die nicht mal die höhe eines Bürgersteiges hatten dann kam der Fahrradweg der ca. 1 m breit war (mein Lenker misst schon 70 cm) und dann zwischen Fahrradweg und Geländer ein sehr hoher Bürgersteig.

Ich bekam sofart Panik und es war klar dass ich schieben würde. Aber der Fahradweg war zu schmal für mich und das Fahrrad. Also sind wir auf die linke Seite rüber und so konnte ich auf dem Bürgersteig laufen und das Fahrrad auf dem Fahrradweg schieben. Das alles sorget dafür, dass ich bei jedem LKW der an uns vorbei raste zusammenzuckte und sich meine Panik immer mehr steigerte. Es waren, bis wir am Scheitelpunkt der Brücke waren, keine anderen Radfahrer unterwegs. Aber als wir auf dem höchsten Punkt der Brücke waren kamen uns direkt mehrere entgegen und ein anderes Paar sogar mit Gepäck. Da waren wir echt im Weg und und ich musste stehenbleiben. Mir sind vor lauter Angst um uns und die anderen Radler die Tränen gekommen und ich habe am ganzen Körper gezittert.

Danach war ich erst mal so erschöpft, dass ich dachte ich könnte keinen Meter mehr weiter fahren.

Ich hoffe inständig dass wir auf unserer Reise nicht noch so eine Brücke passieren müssen. Ich habe noch nie in meinem Leben so etwas erlebt (zumindest nicht dass ich wüsste).


Wir mussten auf dem Weg nach La Rochelle eine Bucht sehr weiträumig umfahren und sind so auf einem wunderbaren, kleinen Campingplatz ein wenig abseits des Meeres gestoßen. Camping Le Verger liegt auf der Euro-Velo 1 - Route. Das ist einer der Gründe

warum dieser Platz eine Zeltwiese für Fahrradfahrer hat. Diese hat an einigen Stellen auch Strom und viele Schatten spendende Obstbäume. Von diesen darf man sich auch gerne den ein oder anderen Snack pflücken. Da gibt´s Feigen, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Birnen, Kirschen und Quitten in den unterschiedlichsten Baumgrößen und Reifegraden der Früchte. Es gibt sehr saubere Sanitäre Anlagen. Eine ist relativ neu und bietet zwei sehr geräumige Duschen, Waschbecken plus Spiegel und so viel Platz dass nix nass wird. Leider ohne heiß/kalt Regler. Jeden Abend kommt ein Foodtruck mit täglich unterschiedlichen Lekereien. Es gibt eine kleine Bar und einen Pavillon mit Tischen und Stühlen.


Und das ganze zu einem echt guten Preis in der Hauptsaison. Leider ist das online als kostenfrei ausgegebene W-LAN nur an einer Stelle mit alten Bänken und Tischen unter

Bäumen verfügbar. Wer W-LAN am Platz will, muss extra bezahlen.


Der Gegensatz dazu war der Platz Camping Bel Air Village auf der Insel Ile de Re.

Die Sanitären Anlagen waren zum Teil in sehr schlechtem Zustand und alles andere als sauber. Die Plätze zwar zwar schattig aber ungepflegt und buckelig. Auch das Ungeziefer, vor allem kleine Kakerlaken und Ameisen in Massen hatten wir noch Tage später im Gepäck. Es gibt keine Hundewiese so dass die Besitzer mit ihren Tieren auf dem Platz Gassi gehen und alles liegen lassen wo es „hinfällt“. Das Ganze ist dann wegen der Lage am Anfang der Insel auch noch sehr teuer.

Der einzige Lichtblick war eine tolle, kleine Patisserie hinter dem Campingplatz. Tolle Auswahl an Süßem und Deftigem und echt total lecker. Auch hatten wir hier einen super Blick auf das Feuerwerk zum 14. Juli.
















Aber vorher waren wir noch am Naturistenstrand sonnenbaden ☀️






Die ersten 1000 km sind geschafft. 😃 Am zweite Tag auf der Insel haben wir eine Tagestour nach La Rochelle gemacht und hatten dann am Abned unsere ersten 1000 km voll. Die Stadt ist traumhaft mit einem sehr alten Hafen und einer schönen Innenstadt. Es war sehr voll wegen einem Festival zum Feiertag aber es gab auch einen echt schönen Kunst- und Handwerkermarkt. Und Abends gabs Wraps und Kuchen von o.g. Patisserie.

Morgens am zweiten Tag erst mal ultra leckere, klebrige, buttrige Brioch besorgt, dann eine Rundtour um die untere Hälfte der Insel gemacht. Die Insel ist traumhaft und die Radstrecken gut fahrbar und landschaftlich wechselhaft. Leider auch hier zu viele Touristen vor allem mit dem E-Bike. Auf der einen Seite geht es immer am Meer entlang aber auf der anderen Seite fährt man mehr im Innern dann. zwar mit weniger Lüftchen aber mit mehr Schatten. Und ohne Gepäck waren die 36 km ein Kinderspiel 😁




 
 
 




Stephie war vor 32 Jahren schon mal dort. Die Stadt und das Kloster auf dem Berg haben sich seither nicht verändert. Und auch die Scharen an Touristen sind die gleichen geblieben. Nur der Zugang hat sich verändert da die Bucht immer mehr versandet ist und „Le Mont“ sonst irgendwann auf dem Trockenen gestanden hätte.

Durch die Lage der Bucht,


rechts die Normandie mit dem Ärmelkanal und links die Bretagne umspült vom Atlantik gibt es hier besondere Gezeiten.

Wenn Sonne und Mond eine bestimmte

Konstellation haben und der Wind aus der richtigen Richtung kommt gibt es hier Springfluten mit einem Wasserstand von über 15 m ü.N. und die Flut kommt mit einer unglaublichen Geschwindigkeit.


Le Mont ist dann blitzschnell komplett vom Wasser umgeben.


Dieses Highlight möchte ich sehr gerne irgendwann erleben.


Aber auch so sind Ebbe und Flut hier etwas ganz besonderes. Bei Ebbe ist kein Wasser am Horizont sichtbar und die Flut kommt auch so sehr rasant. Wenn man sich dieses Schauspiel am Abend anschaut und die Sonne auf das Wasser scheint sieht die Gischt von weitem tatsächlich aus wie galoppierende Pferde. Und am Ende liegt nur noch die Brücke und das letzte Stückchen Damm nicht im Meer.


Mich (Stephie) fasziniert diese ganze Stadt und das Kloster auch weil ich mir einfach nicht vorstellen kann wie die Menschen im ersten Jahrtausend n.Ch. diese Bauwerke auf einem Fels im Meer errichten konnten.


Der heilige Michael auf der Turmspitze ist einfach riesig und die Menschen hatten keine elektrischen Maschinen um diese beeindruckende Statue dort hinauf zu bekommen.


Im Jahr 708 erschien dem damaligen Bischof Aubert von Avranches mehrmals der Erzengel Michael. Dieser verlangte eine Kirche auf dem Mont. Der Abt tat das erst als unsinnigen Traum ab. Das gefiel dem Erzengel gar nicht und er bohrte mit seinem Finger ein Loch in den Kopf des Abtes als beweis dass er nicht träumte und als Drohung. Daraufhin ließ der Abt ein erstes Sanktuarium auf der Spitze des Berges bauen.


Jahrhunderte später fand man dann einen Schädel mit einem Loch im Kopf und glaubte dieser gehöre dem Abt. Tatsächlich wird dies auch wissenschaftlich für sehr wahrscheinlich gehalten.


Dieser Ort ist einfach magisch und mystisch.

Und seine Geschichte sehr wechselhaft. Vom einfachen kleinen Kloster zu einem majestätischen Bauwerk und einer ganzen Stadt. Während der französischen Revolution diente dann der ganze vom Meer umspülte Berg als Gefängnis. Und nun ist er Weltkulturerbe mit Massen an Touristen.


Aber die Magie geht trotz allem hier nicht verloren.


Wir wollen irgendwann nochmal wiederkommen und dann auch auf dem Mont übernachten. Eine Nacht bei Flut in dieser wundervollen Stadt, behütet von dem Kloster und dem heiligen Michael ist ein Herzenswunsch.



Wer mag kann bei Ebbe auch geführte Touren durch das Wattenmeer machen. Alleine sollte man das nicht tun da es viel Treibsand gibt und man auch noch von der schnellen Flut überrascht werden kann.


Was auch Stephie noch nicht wusste ist, dass auf Le Mont Saint Michel seit Jahrzehnten die Möwen brüten. Sie verteidigen ihre Brut und Jungvögel zum Teil aggressiv.

Vor allem wenn Hunde in die Nähe kommen werden sie sehr nervös. Man kann sich schon ordentlich erschrecken wenn eine schreiende Möwe nur wenige cm über einem hinwegfegt. Aber man müsste es schon absichtlich auf die Spitze treiben dass sie ernsthaft angreifen würden.


Das sich die Möwen zum brüten dort niederlassen trotz der vielen Touristen ist für mich (Stephie) ein Zeichen wie besonders dieser Ort auch für die Tiere ist.


Seeliger Schlaf für Frosch und Teddy
Seeliger Schlaf für Frosch und Teddy























Die Videos konnte ich noch nicht hochladen. Diese folgen später.

Alle Fotos und Videos vom Mont wird es auch als Galerie in der APP geben.

 
 
 

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