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Geplant war ein langes Wochenende am Baldeney See mit der kompletten Ausrüstung als Test wie es sich den so anfühlt und ob erstmal alles überhaupt klappt. Deshalb suchten wir uns einen Campingplatz (Campingplatz BSG EVAG) aus der für uns gut erreichbar war. Die Entfernung lag über 30 km und unter 40km so das wir gut mit vollem Gepäck dort hin radeln, aber bei Problemen auch jederzeit abrechen konnten. Wir hatten Glück mit dem Wetter und so fuhren wir mit vollem Elan 41,5km. Vorbei an Baustellen, einem Mittelalterfest und einer Ruderregatta. Wodurch sich die Strecke ein wenig verlängerte.



Wir machten eine Pause in unserem Lieblingscafe in Essen Kettwig um einen Kaffee zu trinken und ein leckeres Stück Kuchen zu essen.


Wir teilten uns den Radweg entlang der Ruhr mit anderen Sonnenanbetern und Frischluftfanatikern. Wobei einige von diesen offenbar keinerlei Rücksicht auf andere Radfahrer und Fußgänger nehmen.
















Dort angekommen bauten wir unser Zelt

Wechsel Tempest 3

auf und richteten uns ein.

Premiere, Die erste Nacht im neuen Zelt.

Schnell noch zum nächsten Supermarkt um für die Tage das nötigste einzukaufen. Am Zelt wieder angekommen haben wir die Ruhe und die schöne Aussicht auf die Ruhr genossen. Leider mussten wir feststellen das auf dem Campingplatz Feierlichkeiten stattfanden mit lauter Musik. Das hatten wir uns so nicht vorgestellt. Hätten wir das gewusst, wäre unser Platz weiter entfernt von der Party gewesen, so fanden wir erst spät in der Nacht unseren Schlaf.


Nichts desto trotz verbrachten wir eine gute Nacht und wachten am frühen Morgen auf. Das Zelt war von innen ziemlich nass und so bekamen wir direkt eine unfreiwillige Dusche ;).

Kocher an und heißes Wasser für Kaffee aufgesetzt und Stühle und Tisch aufgestellt. Dazu Sonnenschein und frische Luft. Herrlich.

Wir fühlten uns ausgeruht und machten eine Tour rund um den Baldeneysee.


Dabei entdecken wir nicht weit entfernt ein internationales Wasserpoloturnier was uns auf der Hinfahrt schon aufgefallen war und schauten eine gute Weile gespannt zu.

Noch eine Stärkung und dann ging es einmal um den See herum was ca. 25km waren. Das Ganze bei strahlendstem Sonnenschein und bester Laune.


Noch ein Stop am "Haus am See" und die Sonne mit einem kühlen Getränk auf der Couch genossen.








Am Campingplatz wieder angekommen waren wir dann doch gut geschafft und freuten uns auf das Essen, welches wir uns selber zubereiteten. Es gab Apfelpfannkuchen, lecker. Wir haben dann noch ein wenig die Atmosphäre auf uns wirken lassen und dann war es auch schon bald Zeit schlafen zu gehen. Wirklich doll was so alles in das Zelt passte. Dieses haben wir noch an den Rändern versucht hochzuziehen um eine bessere Zirkulation der Luft zu gewähleisten, damit morgens nicht wieder das Kondenswasser so stark an der Innenzeltwand entsteht.

Eine gute zweite Nacht ging vorüber und morgens waren wir schon ein eingespieltes Team. Leider war das Zelt wieder von innen ziemlich nass. Ruckzuck war alles gerichtet und das Morgenritual konnte beginnen. Wir frühstückten gut und reichlich, denn heute ging es schon wieder zurück nach Hause.

Also alles einpacken in die Taschen und diese ans Fahrrad und los. Wir hatten wieder bestes Reisewetter und rollten frohen Mutes den Radweg zurück. Leider mussten wir eine Umleitung fahren denn auf unserer Strecke fand ein Festival statt.


Dann wieder vorbei an der Regatta und Richtung Lieblingscafe für eine Pause. Leider hatte dies geschlossen und so gingen wir direkt nebenan zu einer Eisdiele. So lässt es sich Leben.

Zurück auf dem Radweg ging es nun zum "bekannten" Abschnitt der Route. Dem war leider nicht so und meine navigatorischen Fähigkeiten müssen wohl noch besser werden. So fuhren wir umständlich durch Mühlheim a. d. Ruhr. Der Rückweg wurde dann zu einer Prüfung unserer Harmonie. Doch wir schafften es gemeinsam und am Schluß war das Ende gut und Alles gut.

Naja, dann erstmal alles in die Wohnung und ein Teil direkt ausgepackt, vorallem das Zelt und die Schlafsäcke und den Rest an den folgenden Tagen.

Alles in Allem hat alles so funktioniert wie wir uns das vorgestellt hatten, bis auf das Zelt. Hier mussten wir nochmal genauer hinschauen wegen der Belüftung und dem daraus resultierenden Kodenswasser.

 
 
 

Die Wochenendtour zum Baldeneysee hat viel Spaß gemacht. Wir konnten unsere neue Ausrüstung und ich mein neues Fahrrad testen. Wir hatten traumhaftes Wetter und bis auf die Party auf dem Campingplatz einen guten Zeltplatz.


Auch das Kochen hat mir großen Spaß gemacht. Leider ist der neu gekaufte Kaffeefilter von Sea to Summit und unser Zelt nicht das was wir erwartet hatten. Aber das Auf-und Abbauen hat super funktioniert ebenso wie unsere Stühle und der Tisch. Wir haben hier gut zusammengearbeitet.


Für mich war aber das Ausprobieren des neuen Fahrrades und das Fahren mit Gepäck das Wichtigste.

Ich war  sehr positiv überrascht dass ich das Gepäck beim Fahren nicht so stark gespürt habe wie gedacht. Da ich vorher noch nie mit so viel Gepäck gefahren bin habe ich zwar keinen Vergleich aber Bernhard hat gesagt, dass der Unterschied zwischen seinem alten und dem neuen Rad spürbar ist. Alleine dafür hat sich die große Ausgabe schon gelohnt.

Ich sitze bequem und die Schaltung lief hier noch ohne Probleme außer dass sie von Anfang an sehr schwergängig war.

Ich habe wirklich großen Spaß an meinem neuen Rad.


Ich werde meine Gepäcktaschen beim nächstenmal etwas anders packen da ich leider viel kruschteln musste. Aber die kleinen zusätzlichen Taschen auf den großen Gepäcktaschen haben sich bewährt. Hier hatte ich unter anderem das Fahrradschloss, meine Medis, Süßstoff und Kulturbeutel untergebracht. So brauchte ich danach in den großen Taschen nicht lange suchen.


Auch meine neue Hüfttasche macht mir viel Freude. Da passt erstaunlich viel hinein und die unterschiedlichen Taschen sorgen dafür dass alles aufgeräumt ist. Auch kann ich mir die Tasche einfach quer über die Schulter hängen.


Und zu guter Letzt hat sich unsere selbst gebaute Kühltasche bewährt.

Die Butter blieb fest und Käse sowie Wurst blieben das Wochenende kühl genug.


Wie schon gesagt ich hatte viel Spaß an unserem Wochenendausflug und freue mich auf unsere nächste größere Tour.

Für mich wird es immer sicherer dass unserer geplanten Reise nichts im Wege steht. Das sorgt bei mir immer wieder trotz der Aussicht noch so lange warten zu müssen für ein sehr gutes Gefühl und eine Sehnsucht auf unser gemeinsames Abenteuer.


 
 
 

Das Tempest 3 ist ein Tunnelzelt für drei Personen mit einem asymmetrisch geschnittenen Innenzelt.


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Für uns war beim Kauf wichtig:

  • Dass die Apsis hoch genug ist um uns auch mal bei längerem Regen bequem dort Zeit zu verbringen.

  • Das wir entweder die Türen bei Regen ein wenig offen lassen können oder vor Regen geschütze "Fenster" vorhanden sind.

  • Die Belüftung auch bei sehr warmen Tagen und kalten Nächten sowie bei Regen ausreichend ist.

  • Das genug Platz für unser gesamtes Gepäck vorhanden ist.

  • Das das Packmaß und Gewicht nicht zu groß ist.


Bei der Beratung im Geschäft wurde uns versichert dass die Lüftung sehr gut wäre.

Wir haben dem Berater genau gesagt was wir wollen und wie lange wir unterwegs sein wollen.


Sehr gut an dem Zelt ist der Platz vor allem bedingt durch die Höhe und des schräg geschnittenen Innenzelt. Man kann diese Schräge sehr leicht zur Seite legen, so dass die Apsis noch größer wird. Auch die Breite und Länge des Innenzelt erlaubt eine komfortable Unterbringung des Gepäcks.

Mit einem Gewicht von nur 2,85 kg und einem Packmaß von 46 X 18 cm ist es extrem leicht und super zu verstauen.

Das geringe Gewicht und Packmaß verdankt es dem sehr dünnem aber trotzdem stabilen Material Ripstop Nylon 20D. Dies ist Silikonbeschichtet, hat eine 3000 mm WS und eine Weiterreisfestigkeit von 7 kg.

Und die Verarbeitung aller Nähte, der Reißverschlüsse, Ösen usw. ist sehr hochwertig.


Bei schönem Wetter ohne Regen ist auch die Lüftung super da man die Außenwand der Apsis komplett aufrollen kann. Aber leider hat man nur selten dauerhaft schönes Wetter.


Auf unsere Radtour an den Baldeneysee sowie den folgenden Wochenenden stellt sich dann heraus, dass die Lüftung alles andere als gut ist. Die einzigen Lüftungen an den Ecken sind zu klein und werden nur durch ein dünnes Stäbchen offen gehalten. Durch die Position am Zelt sollte das laut Hersteller kein Problem sein; ist es aber durchaus.


Das Zelt war auch bei leichten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht von innen so feucht dass es bei der kleinsten Bewegung auf uns niederregnete, auch bis ins Innenzelt. Da ein Teil unseres Gepäcks in der Apsis lag konnten wir diese auch nicht komplett offen lassen.


Wenn wir dann morgens das Innenzelt zum trocknen aushängen wollten wurde dies sehr nass und es war auch nicht so einfach wie erwartet. Das dünne Material gibt bei Regen stark nach und wenn es dann nachts regnet schläft man in der Regel und spannt das Zelt nicht nach. Außerdem lässt es sich aus diesem Grund nicht so leicht von innen trocken wischen.


Bei einem stärkeren Regen Tagsüber lief das Wasser auf das Footprint und somit unter das Innenzelt da das Zelt nicht mit dem Boden abschließt.


Bei der Beratung erklärte man uns außerdem, dass man die "Türen" bei Regen halb öffnen könne.

Auch das hat sich als falsch herausgestellt denn (man hätte es sich denken können) funktioniert das nicht bei Wind.

So saßen meine Tochter und ich bei Regen eingesperrt im Zelt; ohne gute Lüftung und völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Das möchte ich in keinem Fall auf einer 1-jährigen Reise bei der es durchaus auch mal mehrere Wochen durchregnen kann.


Wir überlegten lange aber es war klar mit diesem Zelt würden wir auf unserer Reise nicht glücklich werden.


Wie wir dann zu unserem jetzigen Zelt gekommen sind könnt ihr in der Beschreibung zum Fjällräven-Zelt lesen.






 
 
 

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